THE TRIP

The land of Rights

Seit Sämi zu Hause ist, gab es immer öfter Momente, in denen ich Freunde und Familie zu Hause vermisste. Umso schöner war deshalb die Ankunft von Corina, Cindy und Roger. Corina habe ich in San José getroffen, von da aus war es nur eine 2 1/2-Stunden-Busreise nach Jacó, dem nächstgelegenen Küstenort. Leider hat es uns da gar nicht gefallen. Und so wurde die Idee, noch einen Abstecher nach El Salvador zu machen, einen Tag vor Ankunft von Cindy und Roger, umso konkreter. El Tunco ist bekannt für seine smoothen rechten Wellen, ein Paradies für uns vier Regulars. 48 Stunden später waren wir alle da. 

“Flaniermeile” in el Tunco

Roger beim Smoothie schlürfen in unserer Lieblings-Saft-Bar

El Sunzal - We’re loving it!

On the doorstep - El Salvador ist wahrscheinlich eines der politisch unsichereren Länder unserer Reise. In El Tunco fühlten wir uns aber immer sehr wohl.

Girls gone Shopping - Mit Corina&Cindy in einem alten Ami-Schulbus der wie Millionen seiner Artgenossen bis zum Ende seiner Tage hier in der Gegend als Linienbusse im Einsatz sind.

La Bocana - nur für Locals. Auch die El Salvadorianer sind stolz auf ihre Breaks. Diesen Battle sparen wir uns, wir konzentrieren uns lieber auf El Sunzal:

Cindy

Cindy

Cindy

Roger

Roger

Roger

Corinne

Corinne

Corinne

Inzwischen sind wir bereits wieder in Costa Rica, geniessen Fabias Gastfreundschaft in Tamarindo und checken die Spots in Guanacaste aus - in unserem pimpen frisch gemieteten 4x4…

Am Ende der Strasse

Es ist wirklich so: Wer es eilig hat, verliert keine Zeit damit, die Schotterstrasse ab Golfito bis nach Pavones zu fahren, um dort ein kleines, verschlafenes Fischer-, und inzwischen hauptsächlich Surfer-Dörfchen vorzufinden. Im einzigen Bus, der diese Strecke 2 Mal täglich hin und her tuckert, dauert die Fahrt 3 Stunden. 

Wenn man es dann aber tatsächlich nach Pavones schafft, erwartet einen da eine der längsten Wellen der Welt. 

Ein “normaler” Tag beginnt um 5h Morgens. Dann wird es hell und die Zeit kurz nach Sonnenaufgang ist meistens die beste zum Surfen. Ganz klar, dass man sich danach ein bisschen erholen muss. Seit Pavones kenne ich Ricci eigentlich nur noch mit Hängematte.

Der Lonely-Planet-Tipp: “This is where you should grab a Drink after your last ride.”  Vielleicht war’s doch nicht so schlimm, dass uns unser Exemplar dieser “Bibel” jedes 0815-Backpackers bereits in Ecuador abhanden kam.

Mango Season: Jeden Tag auf dem Heimweg von der Morgen-Session haben wir noch schnell ein paar frische Mangos fürs Müesli gesammelt. Auch sonst kochten wir unsere Mahlzeiten oft selber. An den Restaurant-Preisen merkt man hier definitiv, dass man in Costa Rica angekommen ist.

Ab und zu gabs dann aber schon mal ein Casado (Typisches Gericht bestehend aus Reis, Bohnen, Salat, frittierten Bananen und je nach Geschmack Fisch oder Fleisch) oder eben, wie hier ein paar Fisch-Tacos. Lecker war’s, die 1 1/2 Stunden Wartezeit haben sich gelohnt. Es waren halt schon 2 Tische vor uns da.

Wirklich am Ende der Strasse: Punta Banco.

A short visit to Bocas

Bocas del Toro war mein erster Halt nach Sämis Abreise. Eigentlich ist die Swell-Saison an der Karibik-Küste schon vorbei, doch wir hatten Glück und haben Mitte April grad noch ein paar gute Tage erwischt.

Ich musste mich schon zuerst dran gewöhnen, auf einmal ohne Sämi im zu Line-up sitzen. Aber so eine All-Girls Session hat auch was. Hier mit Joan (Mitte) und Rachel.

Zu Ehren von Sämi bin ich an seinem Geburtstag am 18. April mit seinem Brett und seiner Gopro gesurft…

Rachel hat mich von Panama City aus nach Bocas del Toro begleitet. Als ich nach Costa Rica weiterreiste, trennten sich unsere Wege. Sie war auf dem Weg in Richtung Süden und ist inzwischen bereits in Kolumbien.

News vom Patienten

Samuel ist inzwischen gut nach Hause gekommen und konnte gestern bereits am Knie operiert werden. Die Operation verlief erfolgreich uns so kann er jetzt in die Zukunft schauen und mit dem Aufbau-Training beginnen. Ob er in ein paar Wochen nach Zentralamerika zurückkehren kann, wird sich bald herausstellen. Get well soon!

Panama mit Friends&Family

Die Zeit vor Samuels Abflug in die Schweiz wollten wir noch einmal richtig geniessen und gemeinsam die wunderschönen Strände Panamas erkunden.

Diese Karibik-Insel ist eigentlich ein beliebtes Ziel für Surfer.

Als wir dort waren, war das Meer aber flach und wir hatten dementsprechend fast die ganze Insel für uns.

Schon lange vor seinem Unfall war geplant, dass uns Franziska und Andreas, Sämis Eltern, in Panama besuchen kommen.

Nach dem obligaten Abstecher zum Panamakanal…

entführten wir die zwei nach Santa Catalina.

Den fast perfekt laufenden rechten Pointbreak musste ich leider ohne Sämi surfen!

Er konnte die Welle nur von aussen mit mir beobachten…

Dafür haben wir Franziska ihre erste Surf-Lektion gegeben. Wer weiss, vielleicht packt es sie auch noch.

Nach der Abreise von Franziska und Andreas, sind dann Sanna, Sarah und Ritschi aus der Schweiz mit Denis, unserem Freund aus Panama City auch nach Santa Catalina gekommen.

Gemeinsame Sunset Session am Beachbreak.

On and off in Panama City

Panama City, genauer die Casa Rosada, wurde nach Samuels Unfall für einen Monat zu unserer Homebase.

Glücklicherweise sind wir hier nicht in irgendeinem Hostel gelandet, sondern eher in einer Art WG auf Zeit. Denis (1. v. links), dem das Hostel gehört, Lola und Luis aus Spanien (4. & 5. v. links), die mit ihm im Apartment unterhalb des Hostels leben und Rachel aus England (1. v. rechts) wurden zu wertvollen Freunden und waren eine wunderbare Ablenkung und Unterstützung.

Denis, zufällig auch ein Surfer, hat uns zu seinem Lieblings-Secret-Spot am Pazifik mitgenommen, zum Markt gefahren, mit uns leckeres Essen gekocht und uns in jeder Situation seinen Rat gegeben. Muchas Gracias Angel!

Ein paar Schnappschüsse der Kanalstadt:

Ein Blick von Alt auf Neu, vom Casco Viejo auf Panama’s Wolkenkratzer.

Handarbeiten der Kunas

Solche zugetagten Ecken findet man im Casco Viejo zur Genüge.

Es kommt immer anders als man denkt

A long Story Short:

Nach dem Dschungel, den Bergen, Quito und dem Segeltrip, konnten wir es kaum erwarten endlich wieder zu surfen. Die letzten 4 Monate unseres Trips waren für die Wellen von Zentralamerika reserviert.

Surf’s up! So war das gedacht.

 

Doch dann hat sich Samuel bei einer unglücklichen Bewegung am Knie verletzt. Der Meniskus. Booom! Aus der Traum!

Anstatt dass wir nun in Panama City nach einem Auto Ausschau hielten, waren wir beschäftigt mit Arzt-Terminen, Telefonaten mit diversen Versicherungen und konfrontiert mit der Frage: Was nun?

Leider war uns nach einigem Hinundher klar: Die beste Therapie bekommt er in der Schweiz und so flog er letzten Donnerstag zurück in die verregnete Schweiz.

Mich wollte er natürlich nicht mit nach Hause nehmen, ich soll von nun an surfen für uns beide. Leichter gesagt als getan. Doch wenn alles gut verläuft, werden wir unseren Trip im Juni und Juli gemeinsam abschliessen können. Bis dahin bin ich mit neuen und alten Freunden “allein” unterwegs.

Zwischen Kolumbien und Panama

Nachdem wir uns in Ecuador sehr viel Zeit gelassen hatten, mussten wir das wunderschöne Kolumbien leider im Schnellzug-Tempo durchreisen. Wir wollten nämlich bis Mitte März Panama City sein. Unser Plan war es, während den letzten beiden März-Wochen dort ein Auto zu kaufen, um damit dann bis Ende Juli durch Zentralamerika zu reisen. Na ja, es kam ja dann alles etwas anders als geplant. Erstmal aber alles der Reihe nach:

Von Quito aus sind wir mit kurzen Stop-Overs in Cali und Medellin in 4 Tagen nach Cartagena an der Kolumbianischen Karibik-Küste gefahren.

Das karibische Städtchen hat durchaus seinen Reiz: Die Mischung aus alt und neu, aus traditionell und modern, aus Salsa und Rock, macht es wohl aus.

Der Landweg zwischen Kolumbien und Panama ist nachwievor keine empfehlenswerte Reiseroute… 

Wir fanden Segeln sowieso die viel spannendere Variante.

Die “Perla del Caribe” war für 5 Tage unser zu Hause.

36 Stunden waren wir auf offenem Meer zwischen Cartagena und den San Blas Inseln vor dem Panamesischen Festland unterwegs.

Ein Traum, eine ganze Hängematte voll frischer Früchte für alle!

Und dann war endlich wieder Land oder zumindest Insel in Sicht.

3 Tage lang hiess es einsame Inseln entdecken, schnorcheln und geniessen. Und am letzten Tag ankerten wir sogar noch bei einem Surfspot. 

Ein Kuna mit seinem selbstgebauten Segelboot vor dem Immigrations-Büro auf den San Blas Inseln.

Unser Winter 2012 

Unser Winter 2012 dauerte gerade mal 1 Tag - ohne Snowboard! Von Quito aus sind wir früh am Morgen losgedüst in Richtung Cotopaxi.

Für das Bitzeli Schnee…

…sind wir auf über 4800 MüM gestiegen:

Refugio auf 4810 MüM

Das Ziel wäre eigentlich gewesen, die 5000 MüM zu erreichen. Wegen starkem Nebel mussten wir aber kurz davor umdrehen.

Dafür hat das biken danach umso mehr Spass gemacht. 

Wir gönnen übrigens allen den fetten Schnee in Europa und hoffen einfach, dass der nächste genau so ergiebig ausfällt. Bis dahin surfen wir noch so viele Wellen wie möglich. 

In The Jungle, The Mighty Jungle…

5 Tage im Ecuadorianischen Dschungel: Etwas vom Besten, was wir auf unserem Trip bisher gemacht haben (ausser Surfen natürlich). Wir waren im Cuyabeno Nationalpark, gute 8 Stunden mit Bus und Panga von Quito entfernt:

Unsere Cabaña! Was für ein Omen… Wenn es für mich einen Grund gegeben hätte, nicht in den Dschungel zu gehen, dann wären es genau diese ekligen, haarigen Riesenspinnen gewesen!

Wir hatten aber Glück und ausser diesem “kleinen” Fellow hier hat sich nichts nennenswertes in unser Schlafgemach verirrt,

wie zum Beispiel sowas (Baby-Tarantel)

oder sowas. Solche ausgewachsenen Vogelspinnen haben es sich lediglich im Ess-/und Chillout-Bereich der Samona Lodge gemütlich gemacht.

Auf dem Nightwalk. Lieber du als ich! (Spiderskorpion)

Abendstimmung bei der Lagune. 

Hier hielten wir jeweils Ausschau nach den 

Kaimanen. Dieser hier ist noch ein Baby.

Wir haben aber auch schnuckelige Tiere gesehen (Cappuccino-Affe)

und nützliche (Nurse-Ant)

und schöne aber giftige.

Piraña-Fischen

Die haben wirklich so scharfe Zähne!

Tarzan

So machts Spass!

Alles grün…

Yukka

Pan de Yukka, selfmade!

Sämi probiert das “Naturheilmitteli” gegen Durchfall

und ich rauche wieder, aber keine Angst, nur sowas wie eine “Nägeli-Zigi” aus dem Urwald.